Theater SpielArt e.V.

gemeinnütziger Theaterverein

Produktionspapier  


Theater SpielArt e.V.


Eröffnungsspielzeit 2017


1. Jahrgang




Stücktitel ND

Trüch na’t Happy End

Originaltitel

Zurück zum Happy End

Gattung

Komödie

Originalsprache

Deutsch

Autor

Frank Pinkus

Entstehungsjahr

1998

Uraufführung

1998, Theater Heilbronn

Hochdeutsch

Frank Pinkus

Niederdeutsch

Inske Albers-Willberger



 Autor & Stückvorlage 

Frank Pinkus is 1959 as Söhn von en Schoolmeester in Horborg boren un in Hamborg opwussen. He nett an de Universität Hamburg Germanistik, Philosophie un Pädagogik studeert un de twee Staatsexamens maakt. Na dat Studium is he Dramaturg an dat Altonaer Theater worrn. 1978 nett he de Die kleine Bühne Harburg grünnt. Dor hett he 25 Johr lang as Schauspeler, Speelbaas un Schriever arbeidt. He wer ok Lektor bi de Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten (VVB) un is seit Juni 2003 Dramaturg bi dat  Weiher Theater. En Reeg von Pinkus sien Stücken sünd von verscheden Schrievers op Plattdüütsch översett worrn.                                                                                                                               

Die Komödie Zurück zum Happy End, aus der Feder von Frank Pinkus, 1998 am Theater Heilbronn uraufgeführt, beginnt so, wie andere Komödien enden – mit einem langen glücklichen Kuss zwischen Tina und Manfred, die unmittelbar vor ihrer standesamtlichen Trauung stehen. Das Happy End ist also gelaufen. Glücklich erinnern sie sich an ihre schönsten gemeinsamen Augenblicke und erzählen dem Publikum, wie sie diese Momente erlebt haben. Aber dabei stellt sich heraus, dass Tina viele Dinge ganz anders in Erinnerung hat als Manfred – wo Manfred sich als strahlender Held und vollkommener Mann im Gedächtnis hat, sah ihn Tina als liebenswerten Trottel. Aus den immer stärker werdenden Irritationen wird die Gewissheit: Nein, sie passen unmöglich zusammen. Da muss Marianne, Manfreds rigorose, aber auch sehr lebenskluge Mutter, eingreifen und beide auf den wirklichen gemeinsamen Weg bringen...  


 Besetzung                 

Tina

Gabriele Brandt

Manfred

Rainer Oetjen

Marianne

Inske Albers-Willberger


 Produktionsteam                           

Regie / Abendspielleitung 


 & Raumkonzeption 

Thomas G. Willberger



Regie- & Produktionsassistenz

Isa Steffen



Produktionsdramaturgie

& Soufflage

Inske Albers-Willberger



Inspizienz

Paula Albers



Maskenbild

Helga von Eßen

Maske Assistenz

Gabriele Brandt



Technik


Licht- & Tontechnik

Andreas Lamp



Bühneneinrichtung

Horst Schäpe



Theaterfotografie


Layout & Titelbild

Theater SpielArt e.V.



 Zur Inszenierung  

Um es mit LORIOT zu sagen: Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen! Oder etwa doch? Zumindest erinnern Männer anders als Frauen und Frauen anders als Männer, wenn es um die erste Begegnung, um den ersten Kuss geht.

In einem Anflug von Übermut – und um sich bis zur standesamtlichen Trauung die Zeit zu vertreiben – , beschließen Manfred und Tina, das Publikum, wenn es nun schon einmal da ist und sich auch nach wiederholter Aufforderung nicht nach Hause schicken lässt, teilhaben zu lassen an dem, was sie beide verbindet: Die „Highlights“ ihrer noch so frischen Beziehung werden dem Publikum, indem sie sich daran erinnern, zum Besten gegeben. Erinnerungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könn-ten. Spielt uns etwa hier die griechische Göttin der Erinnerung einen Streich?

Mnemosyne, Tochter des Uranos und der Gaia, Mutter der Musen, mischt sich auf jeden Fall ein: Manfred, Muttersöhnchen par excellence, erinnert das bis dato gemeinsam Erlebte typisch männlich. In Ermangelung jeder Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht gibt er sich selbstbewusst, jedes Chaos meisternd, mimt das Alpha-Tier, dominant und überlegen, typisch männlich eben! Er erinnert ein Bild von sich, das mit der Wirklichkeit nur wenig zu tun hat.
Seine wahre Natur ist eine andere: Als Mamas Liebling wohlbehütet aufgewachsen, hat das Leben ihn fast übersehen. Das gilt zumindest für die holde Weiblichkeit, wären da nicht seine Ausflüge in den Wald, zum Joggen, versteht sich. Als Schreibtischtäter muss man sich schließlich fit halten. Und genau da passiert es: Tina, ebenfalls joggend unterwegs, kreuzt seinen Weg. Sie stolpert über Manfreds Bein, der sich bereits nach wenigen Metern, Mamas kontrollierenden Blicken entronnen, auf einer Parkbank sitzend von den Strapazen seiner sportlichen Betätigung erholt. Tina stürzt und hat sich offenbar verletzt. Die Chance für Manfred, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Eine erste, wenn auch unbeabsichtigte, aber schicksalhafte Begegnung, die beide, wie könnte es anders sein, auf unterschiedlichste Art und Weise erinnern.

Gegensätze ziehen sich an, so sagt man. Tina ist dynamisch, selbstbewusst und vor allem emanzi- piert. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin meint, was sie sagt und weiß, was sie will.
Szenen einer Beziehung auf dem Prüfstand, gilt es doch, sich endgültig zu binden oder für immer voneinander zu lassen. Dem Publikum bleibt in diesem bunten Reigen der Erinnerung nichts erspart, starten Manfred und Tina, jeder für sich wohlgemerkt, doch fortwährend den Versuch, das Publikum für sich einzunehmen, es von der Wahrheit seines bzw. ihres Erinnerten zu überzeugen. Die Gefühle eskalieren. Beide schenken sich nichts, steigern sich mit jeder neuen Story, gehen in ihren Versionen des Erlebten bis an die Grenze dessen, was einer Beziehung förderlich ist. Da ist guter Rat teuer.

Da tritt Marianne auf den Plan, Manfreds Mutter. Die Übermutter schlechthin: glockenhaft, omniprä-sent, neugierig und weiß Gott nicht auf den Mund gefallen, gibt sie vor, ihren Sohn vor der Unbill des Lebens und vor allem, wer wüsste das besser als sie, vor der holden Weiblichkeit schützen zu wollen. Sieht sie doch die Zeit noch nicht gekommen, Manfred in ein selbstbestimmtes Leben zu entlassen. Oder etwa doch? Mama ist für jede Überraschung gut. Kann Marianne es noch richten? Schwieger- Mutter können einiges, wenn man sie nur lässt...


 Zum Regisseur   

Nach Jahren der Tätigkeit an renommierten deutschen Schauspielhäusern, Universitäten und kulturellen Einrichtungen als Oberspielleiter, Chefdramaturg, Dozent und verantwortlicher künstle- rischer Leiter, ist Thomas G. Willberger heute als freischaffender Regisseur, Autor und Dozent tätig. 

In den Ausbildungsbetrieb des im März 2017 neu gegründeten Theatervereins Theater SpielArt e.V. bringt er seine fachliche Kompetenz als Spielleiter und Dozent ein und ist als Mitglied des Vereinsvorstands beratend tätig und zeichnet für Regiearbeiten verantwortlich.

Neben der hauptberuflichen Theaterarbeit sind auch überregional beachtete, künstlerisch ambiti- onierte Arbeiten für Unternehmen, Wirtschaft und Industrie entstanden, die sein Engagement in Sachen Kunst, Kultur und Eventmanagement eindrucksvoll belegen. 

So zeichnete er auch für die künstlerische Konzeption und Umsetzung des 200jährigen Firmenjubi- läums des Leeraner Familienunternehmens J. Bünting verantwortlich. 


 Dank für Unterstützung 

Unsere ehrenamtliche Kulturarbeit wird gefördert durch den Landschaftsverband Stade e.V.
mit Mitteln des Landes Niedersachsen,
vom Landkreis Cuxhaven
und von der Kreissparkasse Stade.
Dirk Steinmetz, bühnentechnische Beratung & Leihgaben
Gemeinde Hammah, Ortsbürgermeister Herr Stefan Holst
Heimatverein Gemeinde Beverstedt e.V., Herr Claus Götjen
Dank auch an alle namentlich nicht genannten Privatpersonen, die durch ihre Leihgaben unsere Produktion unterstützt haben!


 Impressum 

Theater SpielArt e.V. gemeinnütziger Theaterverein      

Texte

Thomas G. Willberger


Redaktionelle Mitarbeit

Isa Steffen



Inske Albers-Willberger



 Satz / Druck 

M E D I E N Z E N T R U M Stade GmbH & Co. KG
Bremervörder Straße 9b
21682 Stade


 Aufführungsrechte 

VERTRIEBSSTELLE UND VERLAG
DEUTSCHER BÜHNENSCHRIFTSTELLER
UND BÜHNENKOMPONISTEN GmbH
Buchweizenkoppel 19, 22844 Norderstedt
Postfach 2045, 22810 Norderstedt  

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Theaterarbeit!