Theater SpielArt e.V.

gemeinnütziger Theaterverein

Freilichttheaterproduktion 2019 

Grußwort der Ministerpräsidentin 

Frau Malu Dreyer, Rheinland-Pfalz
zum Bundesland übergreifenden Freilichttheaterprojekt

FTAlken 2019

G r u ß w o r t

Sehr geehrte Herren und Damen,
liebe Freunde und Freundinnen des Theaters,

zur Aufführung des Stücks „Der vermeintlich Kranke“ von Jean Baptiste Molière übermittle ich Ihnen meine herzlichen Grüße aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Mit dem Stück bietet das Freilichttheaterprojekt Alken e.V. Kultur und Theatergenuss in einer der ältesten Kirchen an der Mosel.

Aus der erfolgreichen Zusammenarbeit im Rahmen des Jubiläums zur 1000-Jahrfeier der Kapelle St. Michael zu Alken an der Mosel im Jahr 2015 entstand die Idee, kulturhistorische Räume als Spielstätten zu nutzen und sie damit stärker in das Bewusstsein der Bürger und Bürgerinnen zu rücken. Das innovative Pilotprojekt des Theatervereins Theater SpielArt e.V. ist ein über Ländergrenzen hinweg konzipierter Austausch von kreativen und theaterschaffenden Fachleuten und Amateuren. Kunst und Kultur in ihren unterschiedlichen Ausdrucksformen sind wunderbare Botschafter. Das Freilichttheaterprojekt Alken öffnet unseren Blick für historische Orte und schafft Raum für Begegnungen. 

Zum kulturellen Leben in unserem Land tragen Amateure und Ehrenamtliche in zahlreichen Vereinen und Projekten wesentlich bei. Ich freue mich über die länder-übergreifende Initiative des Freilichttheaterprojekts und danke allen haupt- und ehrenamtlichen Mitwirkenden sehr herzlich für ihren Einsatz. 

Mein herzlicher Dank gilt dem Organisationsteam sowie den Darstellern und Darstellerinnen, die mit ihrem Engagement zum Gelingen des Pilotprojekts beitragen. Ich wünsche Ihnen allen eine gelungene Aufführung, vielfältige Eindrücke und unvergessliche Momente an der schönen Mosel!


 









Malu Dreyer
Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Bildnachweis: 
Copyright: rlp.de/Elisa Biscotti

 


PRESSEMITTEILUNG
Freilichttheaterprojekt
FTAlken 2019

Aus der erfolgreichen Zusammenarbeit im Rahmen des Jubiläums zur 1000-Jahrfeier der altehrwürdigen St. Michaelskapelle zu Alken an der Mosel im Jahre 2015 entstand die Idee, historische Räume zu bespielen, kulturhistorische Stätten als Spielstätte in das Bewusstsein der Menschen zu rücken, im besten Falle über die Erfahrung als Spielraum hinaus eine Beschäftigung mit historisch gewachsenen Strukturen in Alken anzuregen und diese mit Leben zu füllen.

Unserem kulturhistorischen Erbe sehen wir uns hier in Alken in besonderer Weise verpflichtet, so begreifen wir dieses Pilotprojekt für die Gemeinde Alken als Chance, das kulturelle Angebot aufzuwerten im Bewusstsein, einer mehr als sinnvollen Ergänzung zur örtlichen Kulturszene den Weg zu ebnen.

Wir schätzen uns glücklich, dieses einmalige Kulturevent in Zusammenarbeit mit örtlichen Kulturträgern, federführend mit dem örtlichen Verkehrsverein Alken e.V., in Kooperation mit dem Produzenten, dem gemeinnützigen Theaterverein Theater SpielArt e.V., in unserer Ortsgemeinde durchführen zu können.


Zum ProduzentenTheater SpielArt e.V.                      

Der eingetragene gemeinnützige Theaterverein Theater SpielArt e.V. ist eine Gruppe gleichgesinnter Theaterschaffender, die sich aus professionellen und semiprofessionellen Theaterfachleuten und an innovativer Theaterarbeit interessierten Amateuren im März 2017 gebildet hat.

Entstanden aus einer Weiter- & Fortbildungsmaßnahme des Landes Niedersachsen ist Theater SpielArt e.V. nicht nur das einzige Ausbildungstheater dieser Art in Niedersachsen und ein anerkannter Bildungspartner der LEB Niedersachsen e.V., sondern auch das einzige überregional agierende niederdeutsche Tourneetheater, dessen Zielsetzung es ist, qualitativ hochwertige niederdeutsche Produktionen gerade im ländlichen Raum zu etablieren.

Wir gastieren im Rahmen unseres Kulturauftrages mit innovativen Produktionen in regionalen kulturellen Einrichtungen und Heimathäusern. Theater SpielArt e.V. leistet Erwachsenenbildung im besten Sinne.

Ein erklärtes Anliegen des professionell arbeitenden Leitungsteams ist die Förderung der niederdeutschen Sprache, die, durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitssprachen geschützt, bei uns durch das Gemeinschaftserlebnis Theater in besten Händen ist, getragen von einem sich ständig neu konstituierenden Ensemble, das diese Sprachförderung durch seine Art des Theaterspielens nicht nur aktiv mitträgt und bewahrheitet, sondern seine regionale Identität unterstreicht. Wir leisten einen innovativen Kulturbeitrag für die ländliche Region.

Theater SpielArt e.V. realisiert unter professioneller Leitung innovatives niederdeutsches Theater und bereichert im Rahmen seiner jährlichen Gastspieltournee mit seinen Theaterproduktionen die regionale Kulturszene.  

Da wir uns ein Repertoire erarbeiten und unser Publikum an die niederdeutsche Sprache heranführen möchten, wagen wir in der Spielzeit 2019 ein Theaterevent der besonderen Art: Wir werden zu diesem Zwecke erstmals zweisprachig produzieren und unserem Publikum in Niedersachsen erstmals eine hoch- & eine niederdeutsche Version der Komödie Der vermeintlich Kranke präsentieren können.

Dieses Theaterevent der besonderen Art wird auch im Herbst 2019 in Zusammenarbeit mit der Burggesellschaft Bederkesa e.V. im Festsaal auf Burg Bederkesa zu sehen sein. Durch die Zweisprachigkeit der Produktion eröffnet sich uns die einmalige Chance, im Juli 2019 mit unseren Kooperationspartnern in Rheinland-Pfalz ein Bundesland übergreifendes Freilichttheaterprojekt durchzuführen, das wir im Rahmen unseres ehrenamtlich geleisteten Engagements realisieren werden.

 

Zur Produktion  Der vermeintlich Kranke    

Der vermeintlich Kranke (im Original Le Malade imaginäre, wörtlich Der eingebildet bzw. vermeintlich Kranke, deutschsprachig zumeist unter dem irreführenden Titel Der eingebildete Kranke aufgeführt) ist eines der berühmtesten Theaterstücke von Molière und zugleich sein letztes Werk. 

Die Komödie in drei Akten wurde am 10.Februar 1673 uraufgeführt. Die Rolle des Titelhelden spielte der Dichter selbst. Molière, durch eine Bronchitis, Hustenanfälle und die Anstrengungen der letzten Wochen geschwächt, erlitt bei der vierten Vorstellung, am 17. Februar 1673, einen Aderriss der Lunge, der, wie man heute weiß, ursächlich zu seinem Tode führte; er verstarb, noch im Kostüm, nur wenige Stunden später.

Geblieben ist der Nachwelt ein Stoff, dessen Thematik im Laufe der Jahrhunderte nichts an Prägnanz und Brisanz eingebüßt hat, im Gegenteil, sie erscheint uns angesichts der Götter in Weiß, der Machenschaften der Pharmaindustrie und unseres Gesundheitssystems aktueller denn je.

Weit mehr als nur ein Zeitzeugnis offenbart sich uns in Molières Bühnencharakter; Menschlich-Allzumenschliches spielt sich vor unseren Augen ab. Leidensfähigkeit auf dem Prüfstand und ohne Frage aktuell, allzu aktuell kommt die Inszenierung daher, wollen wir es doch allzu oft nicht wahrhaben, was uns im Innersten bewegt und umtreibt. Ein besonderes Vergnügen in einer Zeitlosigkeit und Trefflichkeit, wie es nur ein Meister seines Fachs wie Molière zu Papier bringen konnte! 

Die Götter in Weiß, die Schulmedizin im Besonderen, die Quacksalber und Pillendreher haben ihr Opfer gefunden: Hubert, ein Hypochonder vor dem Herrn, dessen Leben nur um sich selbst, seine egomanischen und bisweilen egozentrischen Eingebungen und Ängste kreist. Es ist Molières Abrechnung mit den Medizinern und den Praktiken der Schulmedizin seiner Zeit, verstarb er doch selbst auf den Brettern, die für uns die Welt bedeuten. 

In einer eigens für den Spielbetrieb von Theater SpielArt e.V. erarbeiteten Bühnenfassung präsentieren wir unserem Publikum diesen zeitlosen Komödienstoff!

Das Besondere an dieser eigens für Alken konzipierten Produktion wird der Wechsel der Spielräume sein, die das Erlebnis Theater im Innen- und Außenraum auf ästhetische Weise sinnfällig verknüpft und eine überraschend homogene Verbindung vollzieht. Ein historisches Schauspiel im historischen Ambiente erwartet den Zuschauer, in der Wechselwirkung von Innen- & Außenraum entfaltet sich Molières Werk in seiner Überzeitlichkeit und Relevanz bis in unsere Tage. Das verspricht ein Theatervergnügen der besonderen Art!


Es spielen für Sie:          

Hubert, der vermeintlich Kranke   Jakob Brandt

Eleonore, Huberts zweite Frau   Isa Steffen

 Angelika, Huberts Tochter aus erster Ehe   Gabriele Brandt

  Louise, seine jüngere Tochter aus erster Ehe   Sophia Louise Oetjen

Bernhard, Huberts Bruder   Rainer Oetjen

Clemens, mittelloser Künstler und Verehrer von Angelika   Andreas Lamp

Dr. Aderlass, frisch gebackener Doktor der Medizin   Thomas G. Willberger

Bittermandel, Huberts Apotheker   Horst Schäpe

Anna, Hausmädchen bei Hubert   Inske Albers-Willberger

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Karten sind in den örtlichen Vorverkaufsstellen und per Mail beim Verkehrsverein Alken e.V. erhältlich:

Gemeinde Alken, Schulstraße 1
und unter Email: tourisitk@alken.de 
Café Becker Alken, Von-Wiltberg-Straße 1 
VR-Bank Rhein-Mosel, Geschäftsstelle Oberfell im Koblenzer Weg

 

Restkarten an den jeweiligen Abendkassen!


Aufführungstermine & -orte:

Freitag,           05.07. 19.00 Uhr (Premiere)
Samstag         06.07. 19.00 Uhr
Sonntag          07.07. 15.00 Uhr                             

Freitag,           12.07. 19.00 Uhr 
Samstag         13.07. 19.00 Uhr
Sonntag          14.07. 15.00 Uhr     

 

Spielorte:

                        St. Michaelskapelle & Schlosshof der Wiltburg zu Alken 

Kontakt: 

Vorsitzender                                                 
Verkehrsverein Alken e.V.          
Frank Huppertz                    

Email:
touristik@alken.de

 

Ortsbürgermeister
Gemeinde Alken        
Hans-Walter Escher         

Email:
gemeinde@alken.de
www.alken.de


Künstlerische Leitung
Theater SpielArt e.V.
Thomas G. Willberger M.A. 

Email:
thg.willberger@t-online.de
www.ndtheaterspielart.de


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Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Theaterarbeit!